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Neues Theater Burgau

Burgau

Seit 2005 gibt es in Burgau ein freies, professionelles Theater mit ganzjährigem Spielplan- das Kramer-Hof-Theater, dass 2011 seinen eigenen Spielort in der Tellerstrasse bezog und seitdem Neues Theater Burgau heißt.

Das Neue Theater Burgau bietet ganzjährig rund 60 eigene Vorstellungen und Gastspiele für sein Stammpublikum und alle Theaterliebhaber.  Ob Klassik oder Moderne, Einfrauenstück oder Liederabend, das Neue Theater Burgau will auch in der „Provinz“ ein anspruchsvolles und abwechslungsreiches Theaterprogramm anbieten. Das Theater finanziert sich aus seinen Eintrittsgeldern und Sponsorengeldern. Seit 2007 gibt es einen Förderverein der das Theater maßgeblich unterstützt. Auch die Stadt Burgau bezuschusst das Theater seit 2009.

2013 wurde das deutsch-türkische Sommermärchen „Mauer-Duvarlar“ mit dem Integrationspreis des Bezirks Schwabens ausgezeichnet.

Nicht nur der Spielort sondern auch die Theaterleitung veränderte sich. Die Schauspielerin und Mitbegründerin des Theaters, Yasemin Kont, verließ im Sommer 2013 die Leitung und das Ensemble. Das von ihr und der Schauspielerin Dörte Trauzeddel gegründete ehemalige Kramer-Hof-Theater wird seit Sommer 2013 von Dörte Trauzeddel und Vera Hupfauer (Theaterpädagogin) geführt.

In den letzten Jahren entstanden rund 30 eigene Produktionen darunter Klassiker, zeitgenössische Stücke, musikalische Programme und Kinder bzw. Jugendtheater. Begleitend zum Spielbetrieb existiert am Theater ein regelmäßiges theaterpädagogisches Kursangebot für Kinder und Jugendliche.

Kinder- und Jugendtheater

Seit 2009 versuchen die Verantwortlichen des Theaters verstärkt auch ein Angebot für Kinder und Jugendliche zu schaffen, das sowohl aus der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen als auch aus einem Theaterprogramm für diese besteht. Ein besonderes Anliegen ist es zur kulturellen Bildung von Kindern und Jugendlichen beizutragen, und zugleich deren Persönlichkeitsentwicklung durch theaterpädagogische Prozesse zu fördern.

Da gibt es den „Kleinen großen Sonntag“ fest im Spielplan, das heißt jeden ersten Sonntag im Monat bieten wir jeweils um 16 Uhr ein Programm für Kinder an. Hierzu werden entweder Künstler eingeladen, ein Gastspiel zu geben oder es werden eigene Inszenierungen gezeigt.
Sommertheater 2014

Mit der Theaterproduktion EIN SOMMERNACHTSTRAUM in der Klosteranlage von Wettenhausen, ist für das Shakespeare-Jahr 2014 ein kultureller Höhepunkt geplant, der in dieser Form und Größenordnung einmalig in der Region sein wird. Die Inszenierung  von Philipp Julius Neumann sieht eine ungewöhnliche Darstellung des berühmten Komödienklassikers vor,  in der das Stück im Zusammenwirken von Schauspiel, Musik und Aufführungsort für den Zuschauer zur  physischen Erfahrung wird: Hier durchwandert der Zuschauer nicht nur emotional die unterschiedlichsten Räume, sondern auch körperlich. Ziel ist es, Theater als publikumsaktiven Sinnesraum neu auszuloten.

Immer wieder ist im öffentlichen Diskurs unserer heutigen Zeit vom Generationenvertrag die Rede, einem Solidarpakt zwischen Jung und Alt, der finanzielle Absicherung meint. Angesichts fallender Geburtenraten und steigender Lebenserwartung steht das Konstrukt allerdings auf einem wackligen Fundament. Und das nicht nur in wirtschaftlicher Hinsicht: die Erfahrungswelten eines 70-Jährigen unterscheiden sich heute grundlegender von denen eines Teenagers, als das noch Mitte des 20. Jahrhunderts der Fall gewesen ist. Die rasante technische und mediale Entwicklung – aus der sich nicht nur ein Gewinn, sondern auch eine Überforderung ableitet – trägt ihr Übriges zum Auseinanderklappen der Generationsschere bei. Es ist, als ob die Alten den Jungen fremd geworden wären – und umgekehrt. In diesem Spannungsfeld der Generation soll der SOMMERNACHTSTRAUM angesiedelt werden. Ein gesellschaftskritischer und neuartiger Ansatz, der den Kontrast zwischen Realität und Shakespearschem Feenreich noch verstärkt und Raum für eine besondere und zeitgenössische Art der Komik schafft.

Für diesen generationsübergreifenden Inszenierungsansatz ist ein ebenso vielseitiges wie vielaltriges Darstellerensemble nötig. Neben alten und älteren Profischauspielern  werden ausgewählte Jungdarsteller und Kinder speziell für diese Produktion gecastet. Damit öffnet sich die Theaterproduktion auch in ihrer Besetzung der inhaltlich gestellten Problematik und sucht in der künstlerischen Arbeit den Kontakt zwischen Jung und Alt. Denn Verständnis für die unterschiedlichen Bedürfnisse, aber auch Qualitäten der Generationen kann nur im Miteinander gefunden werden.

Für dieses Mammutprojekt hat schon der Bezirk Schwaben, der Landkreis Günzburg, die Gemeine Kammeltal und die Stadt Burgau ihre finanzielle Unterstützung zugesagt.